Nein, das Messdorfer Feld ist nicht von unserer Bebauung betroffen! Es gilt als Naherholungsgebiet und hat eine entscheidende Rolle für unsere Stadtklima, weil es v.a. im Sommer wichtige Frisch- und Kaltluftschneisen bietet. Heimische Tierarten haben hier ihr Zuhause gefunden. Menschen erfreuen sich hier der grünen Landschaft und frischen Luft. In Bezug auf die Erreichung unserer Klimaziele, die wir aktiv mit unterstützen, ist es wichtig solche Orte zu schützen und zu erhalten.
Direkt angrenzend an das Messdorfer Feld befinden sich die internationalen Gärten und die grüne Spielstadt, indem Menschen zusammenkommen können. Dahinter befindet sich das Gelände der alten Stadtgärtnerei, welches mit einem Stacheldrahtzaun umzäunt ist. Zum Teil sieht es durch die vielen Pflanzen und Sträucher grün und verwunschen aus, doch auch versiegelte Fläche mit Beton, alten Wegen und Gewächshäuser sind zu sehen. Durch die versiegelte Fläche ist es im Randbereich des Messdorfer Felds ein Hitzehotspot und alles andere als dienlich für unser Stadtklima.
Auf der Katasterkarte sieht man oben in der Mitte das Gelände der alten Stadtgärtnerei, wobei schwarz die meiste Hitze anzeigt. Es zeigt das angrenzende Gelände der alten Stadtgärtnerei als Hitzehotspot, was an der hohen Versiegelung des Geländes liegt. Dadurch stellt es eine extreme ungünstige bioklimatische Situation auf dem gesamten Gelände dar!

KATASTERKARTE

https://www.bonn.de/medien-global/amt-67/klimaschutz/Klimaanalysekarte_Tag.pdf

Ein Bebauungsplan mit 30 Einfamilienhäusern wurde bereits von CDU und Grünen beschlossen und sie haben somit bereits in der letzten Ratsperiode einer Bebauung auf dem Gelände zugestimmt. Zum Glück wurde dieser Plan bereits gekippt. Aber auch eine Entsiegelung des Geländes mit z.B. der Bebauung eines ökologischen Zentrums oder Kleingartenanlagen sind aktuelle Ideen.
Diese Pläne wären jedoch nicht nachhaltig und würden auch keinen günstigen Wohnraum zur Verfügung stellen. Sie wären durch die Idee der Entsiegelung und dem Rückbau des Geländes (CO2 Einsparung nicht vorhanden) nicht klimapositiv und würden daher keine Verbesserung des aktuellen Zustands des Geländes herbeiführen (siehe FAQ „Was sagt ihr zu der Idee auf dem Gelände eine Kleingartenanlage, ein Ökozentrum oder gemeinschaftliches Gärtnern umzusetzen?).

Es muss daher eine bessere, klimagerechte Lösung her!

Wir wollen auf dem Gelände der ehemaligen Stadtgärtnerei bauen und zwar nur auf den bereits versiegelten Flächen und das Gelände abkühlen. Mit unserer ökologischen Bebauung, der Begrünung des Geländes und dem Schutz der dort ansässigen Tiere und Pflanzen, stellen wir v.a. durch die Mikrofarm und Agroforst eine deutliche Verbesserung des aktuellen Zustands des Geländes sicher. Somit wäre das Projekt „Neue Stadtgärtnerei“ eine optimale Ergänzung zum angrenzenden Messdorfer Feld. Wir sind gemeinwohlorientiert und laden durch unsere Bildungsangebote Interessierte ein, bei uns mitzumachen, von uns und mit uns zu lernen, wie klimagerechtes Leben möglich ist.

  • Beitrags-Kategorie:FAQ